Welche Rolle spielt Eisen im Körper?

Eisen ist Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämaglobin. Es ist für die Blutbildung nötig. Die Blutzellen sind für die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport im Blut und in den Muskeln zuständig. Ihre Aufgabe ist es, den Sauerstoff in alle Gewebe gleichmässig und ausreichend zu verteilen. Eisen trägt auch einen wichtigen Teil zu einem gut funktionierenden Immunsystem bei. Dies ist massgebend für unsere Leistungsfähigkeit, denn körperliche Leistungskraft setzt unter anderem eine optimale Sauerstoffversorgung und damit eine gesunde Menge an funktionstüchtigen roten Transport-Blutkörperchen voraus.

Wie kommt es zu Eisenmangel?

Es gibt den normalen Eisenverlust über die Darmausscheidung, Hautabschilferung und Schweissabsonderung, welche ca. 1-2 mg pro Tag beträgt.

Hauptverantwortlich für Eisenmangel hingegen sind:

  • Monatsblutungen bei Frauen
  • Blutverlust durch schwere Verletzungen
  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt
  • Blutspenden
  • Falsche Ernährung
  • Bei Schwangerschaft, da sich das Blutvolumen fast verdoppelt

Nur durch ständigen Eisennachschub kann ein Verlust ausgeglichen werden.
Allerdings liefern unsere heutigen Lebensmittel nur wenig Eisen, wobei zu berücksichtigen
gilt, dass aus einer Mischkost nur etwa 10 % Eisen aufgenommen werden kann.

Symptome bei Eisenmangel

Ein Eisenmangel muss sich nicht in jedem Fall bemerkbar machen. Bei ungenügender Eisenzufuhr leeren sich die Eisenspeicher langsam, was meist keine sofortigen Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat. Erst wenn die Speicher erschöpft sind und die Neubildung der roten Blutkörperchen verringert wird, kann dies unsere Gesundheit beeinträchtigen. In schlimmen Fällen kann eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) die Folge sein, bei der die Anzahl der roten Blutkörperchen deutlich reduziert ist.

Die Symptome eines Eisenmangels sind:

  • ständige Müdigkeit
  • nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • brüchige Fingernägel
  • trockene/blasse Haut
  • eingerissene Mundwinkel
  • gesteigerte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten

Für Frauen wird eine tägliche Eisenzufuhr von 14 Milligramm am Tag empfohlen, für Männer 10 Milligramm pro Tag. Der Bedarf von Schwangeren ist etwas höher, sie benötigen eine Zufuhr von 30 Milligramm am Tag. Stillende benötigen 20 Milligramm am Tag. Eigentlich braucht der Körper eines Erwachsenen nur etwa 1 Milligramm, aber da nur etwa ein Zehntel der mit der Nahrung aufgenommenen Eisenmenge auch resorbiert werden kann, muss die Zufuhr entsprechend höher sein.